Warum wir von den Tieren keine Moral lernen

goldenes kalb

Psalm 106,20

Sie vertauschten ihre Herrlichkeit mit dem Bild eines Gras fressenden Rinds.

In der bekannten Geschichte hatten die Israeliten, in Moses Abwesenheit, sich ein goldenes Kalb gegossen und dieses als Gott verehrt. Mose stand währenddessen vor dem einen wahren Gott, unter dessen „Füßen“ es „wie ein Werk von Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit“ war (2. Mose 24,10). Statt dem transzendenten, gewaltigen, herrlichen Schöpfer hatten sie ein bloßes Tier aus ihrer Erfahrungswelt zum Gott erklärt. Ist aber Gott nicht auch der Schöpfer der Stiere? Warum solche Feindseligkeit gegen Stierbilder?

Immer, wenn Israel solchen Götzendienst begann, ging die Moral den Bach hinunter. Sie unterlagen dem naturalistischen Fehlschluss: Weil es etwas in der Natur gibt, verehren wir es. Wenn in der Natur etwas so und so ist, können wir Menschen es ebenso machen. Tragischerweise werden die Verehrer von Tieren bald selbst auch zu Tieren. Heutzutage argumentieren Biologen für die Polygamie, weil es polygame Tierarten gibt. Der gefährlichste naturalistische Fehlschluss aber ist immer noch das „Recht des Stärkeren“. In der Natur werden schwache Tiere „aussortiert“. Unter Menschen halten wir das für undenkbar. Die Natur ist keine gute Quelle für Moral und Ethik. Gott schon.

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