Der Mensch – Ebenbild Gottes

Der Mensch

1. Mose 1,27

„Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.“

Die Bibel sagt, dass wir Menschen Gott ähneln. Nicht in der körperlichen Erscheinung, denn Gott ist Geist; wohl aber in Persönlichkeitsmerkmalen wie Sprache, Moral und Kreativität, um nur einige zu nennen. Doch damit nicht genug. Im zweiten Satzteil erfahren wir, dass „der Mensch“ als „Mann und Frau“ geschaffen wurde. Die Geschlechterpolarität von männlich und weiblich ist so tief im Wesen der Menschheit eingraviert wie es nur geht. Dass Mann und Frau verschieden sind, ist also nicht zuerst Ergebnis sozialer Prägung. Ein großes Mysterium und große Spannung liegt in der Andersartigkeit der Geschlechter.

Das grösste aller Mysterien ist aber dies: Wenn der Mensch Gott ebenbildlich ist, dann müsste ja Gott auch „männlich“ und „weiblich“ in sich vereinen. Tatsächlich finden wir Hinweise dafür in der Bibel. Gott stellt sich als „Vater“ vor, Jesus spricht von ihm aber auch als „Henne, die ihre Küken unter ihre Fittiche sammeln“ will (Lukas 13,34). Ein weiterer Hinweis ist die sogenannte „Dreieinigkeit“. Gott ist nicht eine Person, sondern drei. Eine Beziehung in sich selbst. Auch wenn wir diese Gedanken hier nur anschneiden können, zeigt es uns doch eines: die unerwartete Andersartigkeit des biblischen Gottes macht ihn umso vertrauenswürdiger – denn so einen Gott würde sich kein Mensch ausdenken.

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