Der Tanz der Bienen

bienen

1. Mose 1,1-2

„Wie groß sind deine Werke, Jahwe! Sehr tief sind deine Gedanken!“

Das Gehirn einer Honigbiene (Apis mellifera) ist kleiner als ein Stecknadelkopf. Dennoch kann sie mit einer derart winzigen Anzahl an Nervenzellen in komplexer Weise kommunizieren.

Findet eine Arbeiterin eine Futterquelle, also eine Wiese mit geeigneten Blumen, so fliegt sie zum Stock zurück und teilt dies den anderen mit. Dazu geht sie folgendermaßen vor:

Sie präsentiert den anderen Arbeiterinnen eine Kostprobe des Nektars. Sie führt den Rund- bzw. Schwänzeltanz auf. Ist die Futterquelle weniger als 100 Meter entfernt, ist es der Rundtanz, ansonsten der Schwänzeltanz. Beim Rundtanz vollführt die Biene eine Art gestauchte Acht und „schwänzelt“ dabei mit ihrem Hinterteil. Die Richtung der Futterquelle teilt sie nicht mit, aber die Länge des Tanzes gibt über deren Qualität Auskunft.

Richtig faszinierend wird es beim Schwänzeltanz. Die Mittellinie der „Acht“ informiert hier über die Lage der Futterquelle; sie steht in eben jenem Winkel zur Richtung der Schwerkraft wie die Nektarwiese zum Stand der Sonne. Je länger die Mittellinie und je schneller die Biene schwänzelt, desto weiter ist die Futterquelle entfernt. Der Schöpfer scheint viel Wert auf Kommunikation zu legen, dass er selbst solch kleine Wesen mit solchen Fähigkeiten ausgestattet hat.

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