Der vierte Schöpfungstag

Himmelskörper

1. Mose 1,14

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden.

Den vierten Tag verwendet Gott dazu, die Erde und alle die darauf wohnen sollen, in einen umfassenden Kontext zum umgebenden Weltall zu setzen. Größenverhältnisse und stabile Eckpunkte werden markiert. Dabei haben die Himmelskörper Sonne, Mond und Sterne verschiedene Funktionen.

Erstens bestimmen sie den 24-Stunden-Rhythmus, die Zeit des Lichtes und die Zeit der Dunkelheit.

Zweitens dienen die Himmelskörper zur Definition von Zeitabschnitten: Monat, Jahr, Jahrtausend. Sie geben Orientierung auf der ansonsten eintönig verlaufenden Zeit-Autobahn. So merken wir, dass die Jahre vergehen, und lernen (hoffentlich!), mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit sinnvoll umzugehen.

Und drittens wird eine unauflösbare Abhängigkeit geschaffen, zu etwas weit Entferntem und nicht Beeinflussbarem. Wie lange könnten wir ohne Sonne überleben? Würde sie ihren Dienst verweigern, wären wir nach kurzer Zeit erfroren. Dabei leiden wir schon, wenn sie sich mal weniger sehen lässt, und leben auf, wenn im Januar die Tage länger werden. Somit wird sie zu unserem täglichen Begleiter. Ihr Licht erfreut und wärmt uns, ihr Fehlen macht uns Angst. Zum Glück wissen wir aus Erfahrung, dass sie wiederkommt.

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