Vermehrungsprinzip

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1. Mose 1,22

Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet das Wasser im Meere, und das Geflügel mehre sich auf Erden!

Wenn wir „Vermehrung“ hören, kommen bei den meisten von uns nicht ganz jugendfreie Assoziationen hoch. Wir denken nämlich zumeist an sexuelle Fortpflanzung. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass sexuelle Fortpflanzung als Vermehrung wenig effektiv ist? Für eine tatsächliche Vermehrung der Art müssen pro Elternpaar im Schnitt mehr als zwei Nachkommen entstehen, um die Eltern zu ersetzen.

Schneller geht es bei der asexuellen Vermehrung. Hier kann sich jedes Lebewesen einfach verdoppeln oder sogar vervielfachen, ohne dass männliche und weibliche Geschlechtszelle zusammentreffen müssen. Tochterpflanzen wachsen beispielsweise aus Wurzel-Abzweigungen (z.B. bei der Erdbeere), Knollen (z.B. Kartoffel) oder Blättern (z.B. Zahnwurz) heraus. Farne können sogar beide Vermehrungsarten parallel: sie bilden ungeschlechtlich Sporen, aus denen Vorkeime wachsen. Diese bilden Geschlechtszellen, aus denen dann wiederum neue Farnpflanzen entstehen können.

Warum dann noch geschlechtliche Fortpflanzung? Ganz einfach, sie ermöglicht Variabilität. Denn bei ungeschlechtlicher Vermehrung sind alle Nachkommen Klone. Wäre auch irgendwie langweilig.

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